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Die perfekte Rundreise durch die Toskana in 10 Tagen
16 Apr 2018

Die perfekte Rundreise durch die Toskana in 10 Tagen

Post by Hazel

Italien ist immer eine gute Entscheidung. Denn egal wo man in Italien seine Zeit verbringt, man weiß es wird dolce far niente – ein süßes Nichtstun. Es ist jedes Mal beeindruckend wie schnell man den italienischen Müßiggang adaptiert und die deutsche Hektik ablegt.

Das mag auch der Grund dafür gewesen sein, dass wir hier heiraten wollten. Denn nach unserem ersten Besuch in der Toskana waren wir einfach verzaubert von der Natur, dem Essen und den freundlichen Menschen und gleichzeitig beeindruckt davon, wie schnell wir hier in den Entspannungsmodus switchten. Deswegen ließ sich das Locationspotting für die Hochzeit ganz einfach mit entspanntem Urlaub verbinden. So plante ich eine 10-tägige Rundreise von Deutschland nach Italien um die vorab ausgesuchten Locations herum. Dabei war die Route so abwechslungsreich wie das Land selbst. Vom Wandern im atemberaubenden Tirol, über das Eintauchen in die europäische Kulturgeschichte in Florenz oder Siena bis zum gastronomischen Orgasmus in den Agriturismo war alles dabei.

Funfact: Nach unseren Toskana Reisen sind wir nun totale Weinliebhaber geworden.

 

EINE RUNDREISE ZU DEN SCHÖNSTEN ORTEN DER TOSKANA

 

Unsere Route:   NürnbergSt. Christina in GrödenFlorenzSiena – Monticchiello – Montepulciano – Alberese

Reiseroute Toskana

StepMap Reiseroute Toskana

 

Stopp Nummer 1: Nürnberg – St. Christina in Gröden 450km

Wir waren 2 Monate zuvor bereits spontan für ein verlängertes Wochenende in die Toskana gefahren. Ich glaube, es war unser aller erstes Mal mit dem Auto durch die Alpen. Wir waren einfach so beeindruckt von der majestätischen Schönheit der Berge, dass wir auf unserer zweiten Durchfahrt unbedingt einen Zwischenstopp hier einlegen mussten.

Unser erster Halt waren die Dolomiten, da diese in etwa auf der Hälfte unserer Gesamtfahrt lagen. Gleichzeitig sollte der Stopp in der Nähe der Brennerautobahn liegen, damit es am nächsten Tag flott wieder weiter Richtung Italien geht. Dadurch landeten wir in St. Christina in Gröden.

Unsere Unterkunft war ein uriges Holzhaus mit einem traditionellen Wohnzimmer mit Ofen auf dem man sogar liegen konnte. Die Pension liegt etwas abgeschieden von den anderen Häusern an einer grünen Almwiese am Fuße eines kleinen Berges in La Selva.

Hier könnt ihr euch über die Preise der Unterkunft informieren.

 

An dem Abend haben wir noch ein wenig die Gegend erkundet und fürs Abendessen eingekauft. Die Läden hier sind übrigens super teuer, ich würde beim nächsten Mal auf jeden Fall etwas aus Deutschland mitbringen. Am nächsten Morgen sind wir zur Bergbahn Col Raiser aufgebrochen, welche uns erstmal auf die Bergalm gebracht hat. Hier oben startete dann unsere Wanderung bei 2.100m ü.d.M.

Hier könnt ihr die Preise und Zeiten der Col Raiser Bahn nachschauen.

Wir haben die „Unesco Wanderung unter den Geislern“ gemacht und es war beeindruckend und sehr abwechslungsreich was die Natur anbetrifft. Von wallenden Wiesenteppichen, über kleine Waldstücke bis zu kargen Felslandschaften war alles auf der Route enthalten. Aber eines vorweg, wir haben eher 4 Stunden gebraucht, weil man dann doch gerne mal hier und da eine Pause macht um die Natur zu genießen oder Fotos zu machen. Man sollte also nicht ganz unsportlich sein, wenn man die Tour laufen will. Wenn man aber in seiner Freizeit hin und wieder Sport macht oder viel zu Fuß unterwegs ist, dann sollte es kein Problem sein.

Ich hatte uns die Wanderroute mit einer App von Val Gardena rausgesucht.

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Oder wahlweise könnt ihr auch direkt auf ihrer Seite eure Tour raussuchen.

Am Ende der Tour kann man dann seine Reserven in der Troier Hütte wieder auffüllen 😉 Von hier aus hat man einen fantastischen Block ins Tal und kann sich ein wenig in der Aussicht verlieren.

 

Stopp Nummer 2: St. Christina in Gröden – Florenz 425km

Am selben Tag erreichten wir Florenz. Dies sollte unsere erste Ausgangsbasis zur Location- Erkundung für unsere Hochzeit sein. Doch erstmal ging es natürlich nach Florenz, um die Stadt ein wenig zu entdecken. Leider hatten wir etwas Pech mit den Sehenswürdigkeiten, denn diese haben montags geschlossen. Also Obacht bei der Reiseplanung. Und da es zwischenzeitlich auch geregnet hatte, konnten wir den Tag leider nicht in vollen Zügen auskosten. Dies haben wir dann aber bei einer anderen Reise in die Toskana nachgeholt. Hier habe ich meine Florenz-Tipps für euch zusammengestellt.

Auf dem Weg von Florenz nach Monticchiello haben wir uns mehrere Locations angeschaut. Alle Hochzeitslocations, die wir besucht haben, habe ich euch hier aufgelistet. Das würde sonst diesen Beitrag sprengen.

 

Stopp Nummer 3: Florenz – Siena 60km

Was auf unserer Tour definitiv nicht fehlen durfte, war Siena, meine absolute Lieblingsstadt in Italien. Die Stadt ist im Stile der italienischen Gotik gebaut, hat einen mittelalterlichen Anstrich und dadurch einen sehr besondereren Flair, anders als alle anderen Städte die ich bisher in Italien gesehen habe. Die Hauptattraktion der Stadt ist der zentrale Platz Piazza del Campo, auf dem sich abends viele Menschen treffen um auf dem Boden zu sitzen und ein Eis zu essen oder etwas zu trinken. Auch der Dom aus schwarzem und weißem Marmor ist eine Besonderheit in Italien. Es gibt noch so viel mehr in Siena zu entdecken, wie die Fortessa Medicea mit einer super Enoteca, wo man richtig guten Wein trinken kann. Oder der Park All’Orto de‘ Pecci, wo man schön spazieren kann und in dem Park-Restaurant das beste Essen in ganz Siena bekommt.

Stopp Nummer 4: Siena – Monticchiello 60km

Warum Monticchiello? Weil es im Zentrum der Toskana liegt und man von hier aus sehr gut das Val d’Orcia entdecken kann. Eine der schönsten Gegenden der Toskana, wenn nicht sogar ganz Italiens.

Von hier aus kommt man ebenso schnell nach Montepulciano. Für Weintrinker sicherlich ein Begriff, doch der Montepulciano den wir in Deutschland kennen, kommt eher aus den Abruzzen. Aber auch hier wird natürlich Wein angebaut, der sehr wohlschmeckend ist. Wir haben nach unserer Toskanareise definitiv Wein im Allgemeinen für uns entdeckt.

Wie viele andere Städte in der Region, liegt auch Montepulciano auf einem kleinen Hügel umgeben von einer Stadtmauer. Warum mir die Stadt jedoch so besonders in Erinnerung geblieben ist, war der Holzgeruch, der bei unserem ersten Besuch über der ganzen Stadt lag. Scheinbar wird hier im Winter in jedem Haushalt mit Holz geheizt und das ist heutzutage wirklich sehr außergewöhnlich, gleichzeitig auch irgendwie winterlich-romantisch. Daher empfehle ich die Stadt im ersten Quartal des Jahres zu besuchen. Dann sind noch nicht so viele Touristen unterwegs und man kann in Ruhe die besondere Atmosphäre genießen.

Auch Pienza liegt gleich um die Ecke. Pienza ist viel kleiner als Montepulciano, bietet aber wunderschöne Aussichten auf die Landschaft herum und lädt mit seinen pittoresken Gassen und kleinen Cafes zum Verweilen ein. Nicht ohne Grund wurde die Stadt ins UNESCO Weltkulturerbe 1994 aufgenommen. Und für frisch Verliebte gibt es hier auch eine Besonderheit – die Via dell’amore. Hier wird bestimmt der eine oder andere Heiratsantrag gemacht worden sein 😉

Insgesamt würde ich empfehlen einfach mit dem Auto durch die Gegend zu fahren und sich hier und da mal zu verirren – hier kann man einfach überall etwas entdecken. So wie wir z.B. einen Maulbeerenbaum durch Zufall entdeckt haben. Lecker!

 

Stopp Nummer 5: Bagni San Filippo

Wir entschlossen uns einen Tagesausflug zu den „Freiluft-Bädern“ nach Bagni San Filippo zu machen. Als wird dort waren, war es leider etwas frisch. Aber das Wasser in den Becken ist lauwarm und so hat das Wetter uns nicht daran gehindert den ganzen Tag dort zu verbringen. Es gibt mehrere Zugangspunkte zu diesen Becken, deswegen geht ruhig erstmal rauf und runter und schaut euch die gesamte Gegend an, bevor ihr entscheidet wo ihr euch platzieren wollt. Wir waren nämlich zuerst in einem weniger schönen Bereich ganz oben und haben dann erst etwas später den viel schöneren Bereich weiter unten entdeckt.

 

 

Stopp Nummer 6: Alberese

An einem anderen Tag sind wir dann bis zur Küste gefahren und haben einen Ausflug ins Naturgebiet Maremma gemacht. Die Landschaft ist wunderschöne und man hat sie fast für sich alleine. Ein absoluter Geheimtipp. Eintritt sind um die 10 Euro (2017) und man bekommt eine Karte des Parks und kann sich dann eine Route aussuchen –  z.B. A2 die entlang eines kleinen Flusses direkt zum Strand führt. Anders ist dieser nämlich nicht zu erreichen. Man spaziert um die 1-2 Stunden zum Strand, entspannt dort ein wenig und geht dann nochmal so lange wieder zurück zum Ausgang. Auf den Wegen kann man, wenn man Glück hat diverse Tiere beobachten – wir haben einige Schildkröten, eine Schlange und ein paar Rinder gesehen.

Auch San Gimignano ist einen Besuch wert – wobei mich hier weniger die Stadt selber beeindruckt hat als ihre „Skyline“. Das Stadtbild mit den heute noch 15 erhaltenen in den Himmel ragenden Türmen sieht einfach total beeindruckend aus, weswegen die Stadt auch „das mittelalterliche Manhattan“ genannt wird.

Ein Ort den ich selber leider noch nicht besucht habe, der aber definitiv noch auf meiner To-Do Liste steht ist die Abbazia San Galgano. Eine alte Abtei, bei der 1783 das Gewölbe einstürzte und die seitdem kein Dach mehr hat. Heute finden im Sommer Konzerte unterm Sternenzelt oder Zeremonien unter freiem Himmel statt. Gerne hätten auch wir hier die Zeremonie abgehalten, aber das war organisatorisch leider zu aufwendig. Doch vielleicht machen wir hier ja mal ein Hochzeits-Shooting, so zum Jubiläum.

Das ist bei Weitem nicht alles was die Toskana zu bieten hat. Wir waren schon so oft dort und haben immer noch nicht alles gesehen. Auf unserer To-See Liste stehen noch Orte wie z.B. Bagno Vignoni, San Quirico d’Orcia, Pitigliano, La Spezia, Cinque Terre, sowie die Via Francigena, ein Pilgerweg der von England bis nach Rom geht.

Ich freu mich, wenn ihr nun auch Lust auf die Toskana bekommen habt. Oder vielleicht wart ihr auch schon dort und habt noch tolle Tipps die ihr teilen wollt, dann schreibt mir einen Kommentar.

A presto!

Anetta

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Hallo und schön, dass du da bist!

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